Häufig gestellte Fragen
Antworten zu Gesundheitsökonomie, GKV-Finanzierung und Krankenhausreform
Der durchschnittliche Beitragssatz ist von etwa 14,9% (2012) auf über 16% (2024) angewachsen. Diese Steigerung wird hauptsächlich durch demografische Verschiebungen, höhere Arzneimittelausgaben und Krankenhauskosten getrieben. Wir analysieren in unseren Studien, welche Kostentreiber in welchem Umfang zu diesem Anstieg beitragen.
Die aktuellen Reformvorschläge konzentrieren sich auf eine Hybrid-Finanzierung (Basisbudgets + leistungsorientierte Entgelte), stärkere Regulierung von Kapazitäten und neue Versorgungsstrukturen. Unsere Szenariomodelle zeigen, wie diese Modelle Effizienz und Versorgungsqualität beeinflussen würden.
Drei Faktoren spielen eine Rolle: neue, teurere Therapien (besonders Biologika und spezialisierte Medikamente), der Marktzugang für innovative Substanzen und die Mengenausweitung durch alternde Bevölkerung. Unsere Trendanalysen zeigen, dass biologische Arzneimittel mittlerweile über 40% der GKV-Pharmaausgaben ausmachen.
Deutschland liegt mit etwa 12% des BIP bei den Gesundheitsausgaben im oberen Mittelfeld der OECD-Länder. Das ist höher als Frankreich oder Schweden, aber niedriger als die USA (17% BIP). Wir nutzen internationale Vergleiche, um Effizienzpotenziale zu identifizieren.
Wir arbeiten mit Daten des Bundesgesundheitsministeriums, der KBV, der Krankenhäuser, Abrechnungsdaten der GKVen und dem Statistischen Bundesamt. Zusätzlich nutzen wir Marktdaten von IQVIA und anderen Anbietern, um ein vollständiges Bild des Pharmamarktes zu zeichnen.
Je nach Umfang und Datenverfügbarkeit dauert eine umfassende GKV-Finanzierungsanalyse 8–12 Wochen. Schnellere Analysen zu spezifischen Themen (z.B. Kostentreiber in einem Leistungsbereich) sind bereits nach 3–4 Wochen möglich.
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